Nürnberg, September Roadrace. Bereits zum 19. Mal wurde dieser Klassiker, bei dem auch die Profis und der Frauenweltcup startet, ausgetragen. In diesem Jahr wurde wieder ein Jedermannrennen über 91 Kilometer, entsprechend sieben Runden auf der 13 Kilometer langen Strecke, angeboten. Bei kühlem aber sonnigem Wetter gingen 900 Radfahrer auf die Strecke, auf der, laut Veranstalter circa 100.000 Zuschauer waren. Das Rennen war von vielen Stürtzen geprägt, die Leistungs-unterschiede waren gravierend groß und bei vielen Fahrern hat die Fahrrad-beherschung gefehlt. Für mich ist alles gut gelaufen, habe versucht alles vorne zu fahren, oder war in der Spitzengruppe versteckt, bis in der letzten Runde, 8km vor dem Ziel, wo mir einer in das Schaltwerk reingefahren ist, und es mit dem Vorderrad zerlegt hat. Somit waren meine Chancen auf den Schlußsprint gegessen. Es sah eher nach einem Massensprint aus, bevor sich das Trio Norbert Seewald (Corratec-Cyclepower), Michael Rinke (Team Univega) und Christian Schrot (Team Glatte Wade) vom Feld löste. Das Trio baute den Vorsprung bis ins Ziel auf gut zwei Minuten aus und machte den Sieg schließlich unter sich aus. Der Exprofi Nico Wernicke (Team Univega) konnte sich nach dem letzten Rennen in Münster in der Gesamtwertung behaupten und somit die Serie für sich entscheiden. Bilder gibt es hier. Vor zwei Wochen habe ich einen guten Freund in Frankfurt besucht und haben zusammen mit anderen zwei Jungs die Strecke über Feldberg besichtigt, ich wollte mal wissen was auf mich zukommt. Nächstes Jahr werde ich vielleicht die ganze Serie, mal schauen...
Haibike 2010, Technik aus Schweinfurt. Zitat Johnny: Wozu brauche ich ein Hardtailbike, wenn ich das hier habe? Haibike präsentierte Anfang Juni auf dem Bike-Festival in Willingen sein neues Top-Fullie für die Saison 2010. Der Voll-Carbon-Rahmen mit dem Namen Sleek und 110mm Federweg kommt dabei auf unter 1700 Gramm in Rahmengröße 49cm. Neben einem Press-Fit Innenlager setzt Haibike auch auf eine Post Mount-Befestigung für die hintere Scheibenbremsanlage - so werden entsprechende Adapter überflüssig. Das massive Steuerohr ist auf sogenannte tapered-Gabelschäfte ausgelegt. Im Harz befinden sich Nanopartikel und ein spezieller Katalysator der die Struktur des fertigen Verbundwerkstoffes verbessert....Mehr lesen und mehr Bilder hier und hier (auch das neue HT-Bike). Die anderen zwei der neuen Haibike Kriegsflotte für das Jahr 2010, wurden in September auf der Eurobike präsentiert. Bei den neuen Modellen Affair und Greed , greift Haibike tief in die technische Trickkiste und schickt zwei hochmodernen Rahmen in die neue Saison, die Rahmen sollen 960g bzw. 1050g wiegen. BB90-Lagersitz im Rahmen, konisches Sitzrohr und überdimensioniertes Steuerrohr, hohle Carbon-Ausfallenden, sie locken mit Detaillösungen auf höchstem technischem Niveau. Die ersten Bilder sind schon auf der Haibike Homepage zu sehen. Castelli-SramXX. It’s been a while since mountain bike tech sightings have generated as much buzz as these new components. With Julian Absalon’s World Cup victory on XX last weekend, everything looks promising for the XX bike group. When talking with the SRAM people at the beginning of the year, they simply said that the new parts were going to be very light, very cool and very innovative. And, what would be a better match than having Castelli to provide the technical clothing for the bike experienced journalists. The SRAM XX race kit is based on the same product models as supplied to the Cervélo Test Team. There’s nothing spared in terms of comfort and performance. The bibshorts are constructed of....read more
from2009-1
gabee on 01/21/2010 at 10:35 pm Uhr
20.06.2009 Da ich hier schon lange nicht mehr geschrieben habe, will ich heute ein bisschen nachholen. Diesen Winter wurde etwas mehr gemacht, um den Körper in Schwung zu halten, er war diesmal lang und kalt. Hauptsächlich waren wir mit den dicken Reifen unterwegs, sowohl im Gelände als auch auf der Strasse. Ich habe versucht vor allem am Wochenende draußen zu fahren, sonst habe ich „Waschmaschine im Keller“ gespielt, nach der Arbeit.
Die ersten Frühlingsgefühle kamen Anfang März zusammen mit strahlendem Sonnenschein und den ersten Touren mit den Kollegen. Im April habe ich mir 12 Tage freigenommen, um mit den Jungs einpaar Kilometer für die kommende Saison zu sammeln. Nicht zu lange Ausfahrten, dafür aber mit etwas Pfeffer bestückt. Vlad und Justin waren sehr motiviert, Andy und Konrad haben mitgeholfen, um abends besser einschlafen zu können :-))
Ende April haben wir uns entschieden, für ein verlängertes Wochenende, am Gardasee die Trails unsicher zu machen. Also haben wir uns, Andy, Johnny und meine Wenigkeit, inklusive Ausrüstung ins Auto geschmießen, und sind noch in der Nacht in Richtung Gardasee losgefahren. Andy hat Guide und gleichzeitig Sklaventreiber gespielt, ich und Johnny waren die Gäste und auch die Sklaven. Für mich war eine gute Gelegenheit, meine Fahrtechnik im rauen Gelände zu verbessern, Andy hat mir sein Fullybike ausgeliehen, vierlen Dank. Die schönste und längste Tour sind wir am Samstag gefahren, von Riva aus, über die Berge, Richtung Lago di Ledro und S.Giovanni. Brutale Trails, technische Abfahrten, krasse Anstiege, es war eine geile Zeit mit den Jungs. Die Bilder von Gardasee, sind in der Sektion Media zu finden.
Fast 250 Mountainbiker nahmen am Samstag, 9. Mai 2009, am 2. Haßbergritt teil. Ab dem Marktplatz in Hofheim führte die 42 Kilometer lange Strecke teils querfeldein, teils über Schotterpissten und geteerte Straßen. Ein schnelles Rennen, geprägt am Anfang von dreckige Singletrails, die das Feld in die Länge gezogen haben. Auch ich hatte zu kämpfen, oben angekommen, konnte ich auf den Schotterwegen noch viele Plätze gutmachen und hatte eine konstante Leistung. Als 11er ins Ziel gekommen, 10minuten nach dem Sieger Thomas Lauterbach, wurde ich mal wieder 4er bei Masters 1, wiedermal an Podium knapp vorbei. Der 29er hat mich wieder pozitiv überascht, seine Rollqualitäten sind unglaublich. Andy kam als 3er ins Ziel. Am nächsten Tag habe mich mit Mani getroffen, und sind mit meinem Auto nach Schwäbisch Gmünd gefahren, zum First Handmade Bikes Expo. Es war ein gelungenes Auftreten, viele schöne Kisten, mit Details zum Verlieben, coole und nette Leute, wenig Carbon, dafür aber viel Metall und Leidenschaft, zu beobachten waren auch sehr viele Konstruktionen auf "Belt Drive". Die Fotos sind in der Section Media zu sehen, einfach mal die Thumbnails anklicken. Zwei Wochen später bin ich in den Odenwald gefahren, um an dem Siedelsbrunner Marathon teilzunehmen. Habe mich spontan entschieden, bin schon am Samstag hingefahren um dort zu übernachten. Das Rennen war sehr gut besetzt, mit guten Fahrern, es standen drei Distanzen zur Verfügung, ich hatte die 52km gewähl, mit 100hm. Ich kannte die Strecke nicht, das Profil habe ich im Internet gesehen. Der Start fand ich sehr schnell und ich hatte Probleme die Geschwindigkeit am Anfang des Rennens mitzugehen. Ich habe mich nach einer Stunde Fahrt doch gefunden und habe versucht das Rennen zu Ende zu fahren, obwohl überhaupt nicht mein Tag war. Die Strecke war aber super, viele Singletrails und technische Stücke, könnte sagen, neben Wombach in Spessart, die schönste und technischste Strecke, die ich in Deutschland gefahren bin, dazu kommt noch die gute Organisation. Mit 25minute auf den Sieger, habe ich die Ziellinie überquert, und war erstmal fertig. Mnaja, habe dann zusammengepackt und bin heimgefahren. Soviel zum Thema, ich habe relativ knapp erzählt, aber man sollte mehr fahren und weniger philosophieren. Bald wird auch der 26er zum Einsatz kommen, ich werde mich im Laufe des Sommers noch melden.
from2008
gabee on 01/21/2010 at 10:34 pm Uhr
27.10.2008 Als Funrennen und gleichzeitig als Ausfahrt haben wir die Vereinsmeisterschaften in Haselbach mitgenommen. Schnell mal drei Runden um zwei Bäume drehen und dann eine Runde auf den Kreuzberg waren ausgemacht, in der Hoffnung dass uns die Sonne angrinst. War aber doch nicht so. Eine böse Wurzelpassage hat meine Lust beendet, ich habe dabei meinen Sattel, meinen Helm und meinen Oberschenkel missbraucht. Andy war an dem Tag gut drauf, und um den Tag nicht voll zu verderben sind wir dann doch zum Kreuzberg hochgefahren, aus dem Nebel heraus haben wir die Wärme genossen, oben auf 850m bei 15°C. Zurück zur Hütte, haben wir in dem Verpflegungsbereich aufgeräumt, Infusionen, flüssig und weniger flüssig. Zwei Tage später war mein rechtes Knie doppelt so dick als das Rechte, also ab zum Dok, Nadel rein und Blut raus….aua…anschließend 10 Tage Martirium daheim.
Der Herbst hat sich vielleicht zum letzten Mal von seiner guten Seite gezeigt, somit konnten wir wieder mal eine geile Runde im Schweinfurter Wald drehen. Andy und Johnny haben sich neue Fullys zugelegt und haben mich als Opfer ausgewählt und überredet mitzufahren. Und ich habe das Angebot gerne angenommen. Fast drei Stunden haben wir das Gelände unsicher gemacht, unterwegs haben wir sogar andere Indianerstämme getroffen, die Truppe von Siggi und Steins und die Kriegertruppe von Hoffmann. Es wurden Sprünge auf dem Salamandertrail geübt und dabei von meiner Wenigkeit gefilmt. Richtung Ende, haben ich und Johnny angefangen, uns zu fragen, wie lange der Andy noch fahren will. Zum Schluss wollten wir sogar die Abschleppdienstzentrale anrufen, nun gut, dass wir schon zurück in Mainberg waren. Das Bier danach hat, mir zumindest, den Rest gegeben. Ich war total Pleite. Danke Jungs, geil war’s....
21.09.2008 Odenwald Marathon Nach einer Krimiautobahnfahrt von 250km in 1h40 durch die vielen Baustellen, habe ich mich zum ersten mal am Start des Odenwald-Marathons wiedergefunden, Sonnenschein bei 14°C, optimal für den Ritt in Odenwald, über 60km und 1700hm. Die Strecke kenne ich nur aus den Büchern, also war Vorsicht geboten, zumindest am ersten Anstieg bloß nicht überdrehen. Nach und nach habe ich mich immer besser gefühlt. Irgendwie schwer die Strecke, trocken, viel Schotter aber auch viel Singletrail, die ersten 30km waren die schwersten. Zehn Kilometer vor dem Ziel habe ich geschafft mich vom Rest der sechsköpfigen Gruppe zu lösen und bin mit einer Zeit von 2h51m, 24 Minuten nach dem Gesamtsieger ins Ziel gefahren. Habe mit circa 3 Minuten den dritten Platz bei Masters1 verpasst. (Gesamt 17ter). Alex Pscheidl musste wegen Defekt auf der 90km Strecke aussteigen.
08.08.2008 News Nach einem verregneten Frühjahr ist endlich mal die Wärme gekommen und auch die Form, gleichzeitig mit dem Fichtelgebirgs Marathon in Bayreuth. Tolle Kulisse, tolles Rennen und gute Beine haben ein gutes Wochenende ausgemacht. Habe dort in meinem Kombi übernachtet und am nächsten Tag die 70km Strecke und 1750hm in Angriff genommen. Das Streckenprofil ging bis auf über 1200 m hoch, zum Fersehenturm. Alles optimal, ich konnte auf den langen Schotterpassagen die Vorteile eines 29ers ausnutzen und kam nach knapp über 3 Stunden ins Ziel, circa 20 Minuten nach dem Sieger auf den 18ten Platz. Gewonnen hat der Martin Goldfuss mit einer Wahnsinnszeit von 2h42.......
Zwei Wochen später bin aus Spaß bei dem Fun Biathlon in Burglauer mitgemacht, zusammen mit Jürgen Seifert (ex-texpaner) eine Manschaft gebildet. Meine Leistungen beim Schiessen und Kurzstreckenzeitfahren waren nichts Atemberaubendes, somit haben wir die Gesamtwertung nicht gewonnen. Die kurze, schnelle und nicht technische Strecke war an dem Tag nicht meine Spezialität. Jürgen hat die Einzelzeitwertung gewonnen, vor den Gebrüder Renzo und Nico Wernecke. In der Manschaftswertung hat der Frank Bischof mit den Werneckes gewonnen, Jürgen konnte den Vorsprung von 40sec nicht mehr gutmachen.
Das Straßenrennen nahe Schweinfurt, im Rahmen der Mainfranken Rundfahrt U23, gesponsert von Sram fand eine Woche später in Stadtlauringen statt. Die Strecke war circa 54km lang, aufgeteilt auf vier Runden, eine flache- bis wellige Strecke im Schweinfurter Hinterland. Das 50mann Feld kam schnell zum Rollen, das Tempo wurde recht schnell auf einen Schnitt von 42kmh erhöht. In der zweiten Runde versuche mein Glück und verlasse das Feld um die zwei Ausreiser einzuholen, das gelingt mir zwar, allerdings mit einem Kettenschaden, ich habe schafft die Kette aufzumachen, ein Verbindungsstück flatterte wie ein Lämmchenschwanz in der Luft. Somit war meine Chancen auf ein Podium dahin, ich musste das Feld ziehen lassen und bin ganz normal das Rennen zu Ende gefahren. Beim Ausfahren dann, habe geschafft die Kette sogar zu trennen. Super Leistung Alter! (mann, war ich sauer danach). Jetzt ist die Hitze vorbei und ich freue mich auf die zweite Hälfte des Jahres, bzw. Spätsommer und Herbst, wo die Form zurückkommt und die Außentemperaturen erträglicher sind. Bis dann.....
05.05.2008 Frühling
So, ich war etwas faul und habe nichts mehr berichtet, jetzt versuche ich etwas nachzuholen; das Wichtigste in zwei Sätzen. Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, mit dem 29er einpaar Rennen zu fahren, von regionalen Cross-Country-Rennen bis zu mittellangen Marathons. Das Wetter im Frühjahr war ja nicht sonderlich schön, so dass ich doch sehr schwer in die Gänge gekommen bin, angefangen mit dem Rennen auf dem geilen und schweren Kurs in Bayreuth(Bayerliga) und dem Kettenriss bis zu den Singlespeed Meisterschaften in Haselbach wo mir fast das Gleiche passiert ist. In Bayreuth bin ich mit Racing Ralph bei dem Schlamm gestartet (oops, hatte ja nichts anderes) und kam mit der Starrgabel gut zurecht, weniger aber mit dem langen Anstieg, und der Schaltung. Kette gerissen, nach zwei Runden...naaa super...es gab ja wieder Anlass was zu trainieren....
Auf der 30km-langen Strecke in Hofheim, was als Marathon ausgeschrieben wurde, habe ich die gewünschte Gruppe verpasst, trotz Ausreisversuch habe ich nicht mehr geschafft die Gruppe einzuholen. Der Start war das A und O, weil steil und schlammig, und ich kam nicht gut weg. Ein schnelles Rennen, mit vielen Schotterpassagen und ständig bergauf - bergab, wurde von dem Lokalmatador Chris Schneidawind mit über 3min Vorsprung gewonnen. Richtung Ende des Rennens haben meine Kräfte etwas nachgelassen und ich wurde von den Verfolgern geschnappt. Ich bin zusammen mit Harald Stein ins Ziel gekommen. Andy Benz ist auch ein gutes Rennen gefahren und landete auf Platz 5. Fast die ganze schweinfurter Szennen war dort vertretten, sehr viele Mitstreiter aus der Umgebung waren am Start.
Die Deutsche Singlespeed Meisterschaften in Haselbach sind eine Woche später über die Bühne gegangen, das Klima war gut, obwohl doch nicht so viele Besucher und Rider wie erhofft. Im 30 Mann großen Feld gab es bereits am Start ein Riesen-Durcheinander, denn der Veranstalter legte alle Bikes auf einen Haufen. Somit mussten wir erst einmal schauen: Wo und wie weit unten liegt denn mein Bike? Nachdem Lauterbach seines gefunden hatte, setzte er sich in der ersten Runde an die Spitze des Feldes. Mit einer Übersetzung von 32x17 Zähne konnte er die meisten Anstiege fahrend meistern. Nur an einem steilen Stück, nach einer Bachdurchfahrt, musste er laufen. Und in der Verpflegungszone ging es wieder um die Aufnahme des bayerischen Ur-Getränks. Das Rennen in sich war relativ hart, gewonnen hat der Thomas Lauterbach, vor Andy Benz und dem Rest der Meute. Ich hatte eine 32-17 Übersetzung drauf und damit schon alles Gesagt(für mich, für die Anstiege und 29er, vieeel zu groß). Bei den Frauen hat Barbie(Siggi) das Ssp-Rennen für sich entschieden.
from2007
gabee on 01/21/2010 at 10:30 pm Uhr
11.11.2007 Starkbierfest SW.Habe schon lange auf diesen Termin gewartet und siehe da, Samstag, Regen, feucht, windig, kalt aber trotzdem Bock mal in dem Schweinfurter Wald einpaar Kreise zu drehen. Der 29er wurde schon seit drei Tagen auf SSP umgestellt, also ausser Regen steht uns nichts mehr im Weg. Ich fuhr zum Treffen und sie waren alle da, Pinguin, Joe, Blonde, Tony(29er), Micha, Scoty, Fliege, Otto(29er), Stefan, Longo(29er) uwa. Es gibt nicht viel zu berichten, weil ich geschaft habe (nach circa 20 Minuten) mich hinzulegen und dabei meine linke Hand zu zerstören, bin zwar noch weiter gefahren, jedoch habe mich irgendwann von der Gruppe veabschiedet, weil die Schmerzen einfach unerträglich wurden. Abends, beim Starkbierfest am Schiesshaus gings dann weiter, Feuer, Kälte, Bier und eine zerstörte Hand. Das war echt geil und „der alte Morene“ war gut drauf. Ich wollte am Sonntag das Cross-rennen in Fürth mitfahren, daraus wurde leider nichts. Anbei Bilder von gestern: (Bildrechte by Fliege).
27.08.2007 Otztaler Marathon
Der Oetztaler Radmarathon ist einer der wohl härtester Alpen-marathons. Die Fahrt über vier Alpenpässe, (238km und 5500hm) verlangen von den Fahrern alles und endet mit dem Timmelsjoch, das man getrost zu den härtesten Anstiegen im Alpenraum zählen kann: fast 30km, knapp 1800 Höhenmeter, Rampen bis 14% auch und gerade auf den letzten Kilometern, Paßhöhe auf 2509m. In diesem Jahr war es dann soweit, auch ich wollte mal mitradeln und so stand ich dann am 26.08.2007 um 6 Uhr morgens gemeinsam mit 4500 anderen Rennradlern am Start in Sölden. Der Morgen ist nicht so kalt, es sind auch noch die Sterne zu sehen. Ich rollte gegen 5:30 in Richtung Startaufstellung und stehe dann doch ziemlich weit vorne, ca. 100m vom Startbogen entfernt. Der blaue Himmel kündingt einen schönen, warmen und sonnigen Tag. Genau 6:30 Uhr höre ich den Startschuß fallen, es dauert nicht lange bis ich über die Startlinie rolle, habe gleichzeitig meine Stopuhr gestartet. Die Abfahrt nach Oetz gehe ich schnell an, versuche mich ganz vorne zu halten, habe die Spitze ständig im Blick. In Ötz fängt gleich die erste Steigung an, der Kühtai, 18km Anstieg, Rampen bis 16%, aber auch flachere Passagen. Getrieben von den Massen fahren ich den Anstieg hoch als wäre nur eine leichte Steigung, oben kurz vor der Bergspitze merke ich allerdings meine Beine und meine Lunge. Was folgt ist die schnellste Abfahrt, die ich kenne, Geschwindigkeiten bei 100kmh sind auf der Tagesordnung. Es geht nach Innsbruck um dann den Brennerpass in die Pedale zu nehmen. Kurz vor Beginn des Brenneranstiegs habe ich eine 80 Mann starke Gruppe erwischt und schon geht es nach rechts weg, die Zeitnahmematte kündigt den Beginn des Anstieges an. Die Gruppe rollt phantastisch, hat genau das richtige Tempo für mich, der 33er Schnitt hoch hinauf nach Brenner mobilisiert meine Reserven, ich fahre ständig den verdamnten 165er Puls, ich fühle mich irgendwie nicht in der Lage mich zu verausgaben. Das letzte Stück zur Paßhöhe wird nochmals steil, die Gruppe zerfällt, ich halte mich zurück, versuche auch weiterhin den Puls nicht in zu große Höhen zu treiben. Oben angekommen treffe ich den Günther, er sieht ganz gut aus, sehr relaxt, wir fahren in die Labestelle ein, bzw weiter die breite Abfahrtstrasse in Richtung Sterzing, wir sind in Italien. Der Jaufenpass beginnt unmittelbar nach Sterzing, eine gleichmässige Steigung die ich bald hassen werde, sie macht mir ernsthafte Probleme. Kurz nach dem der Günther mich einhollt, ist mir gelungen die Kette zwischen Speichen und Ritzel zu pressen, also verbringe ich 15 minuten um sie daraus zuhollen. Eine Frau am Rande der Strasse spricht mich an: "du hast immernoch eine super Zeit". Zum ersten Mal bin ich froh, dass ich zu meiner Kompaktkurbel mit 34er Kettenblatt auch noch ein 26er Ritzel montiert habe. Oben angekommen, ziehe ich die Jacke an, und ab in die Abfahrt. Ich stürze mich in die geilste Abfahrt auf komplett gesperrter Strecke, hier kann man als guter Abfahrer richtig Zeit gutmachen, ich habe meine Wunschzeit immer noch nicht aufgegeben. Direkt aus der Abfahrt des Jaufenpasses geht es in das Timmelsjoch hinein. Mittlerweile ist es sogar sauwarm, mein Körper gibt leider nicht mehr her, obwohl die Beine noch sehr gut sind. Die Steigung mit ihrer Rampen wird immer schwerer und immer Steiler. Zum ersten Mal werde ich am Berg von wirklich vielen Leuten überholt, ohne dass ich meinerseits welche überholt hätte. Ich verliere sehr viel Zeit, habe keinen Bock mehr, ich fühle mich sauschlecht, bin kurz vor Kotzen, die Zeit spielt inzwischen keine Rolle mehr. Ich bin den Timmelsjoch so hoch gekurbelt, um nur ins Ziel zu kommen, der Rest war mir scheissegal. Oben angekommen stürze ich mich in die Abfahrt, nach Sölden, völlig leer durchfahre ich die Ziellinie und bin relativ glücklich, dass ich trotz Einbruch mich ins Ziel geretten habe. Aus meiner Wunschzeit von 9-9,5 Stunden wurde leider nichts......